Wasserzukunft NÖ 2050 – Teilregionen
Die langfristige Sicherung der Wasserversorgung wurde in der Programmperiode 2021–2025 als eine der zentralen Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel vorangetrieben. Mit dem Projekt „Wasserzukunft NÖ 2050 – Teilregionen“ wurden die Grundlagen geschaffen, um die Versorgungssicherheit in Niederösterreich systematisch zu analysieren und langfristig abzusichern.

Hochbehälter Voralpe
Quelle: © Bernd Winkler
Derzeit beträgt der gesamte jährliche Wasserbedarf in NÖ rd. 316 Millionen m³ und umfasst den Bedarf der öffentlichen Wasserversorgung, der Industrie und Landwirtschaft sowie Wasserexporte (Wien und nördliches Burgenland).
Demgegenüber steht ein natürliches Grundwasserdargebot von rd. 880 Millionen m³/Jahr. Obwohl der Wasserbedarf bis 2050 voraussichtlich um etwa 25% steigen wird und gleichzeitig durch die prognostizierte Klimaerwärmung die jährliche Grundwasserneubildung vor allem in den nördlichen und östlichen Landesteilen durch steigende Verdunstungsraten geringfügig abnehmen wird, verfügt NÖ, landesweit betrachtet, auch zukünftig über ausreichende Wasserreserven, um alle Bedürfnisse sicher abzudecken. Voraussetzung dafür ist es, die gut entwickelte Wasserinfrastruktur in NÖ zu erhalten und weiter auszubauen sowie ein Ausgleich zwischen Regionen mit reichen Wasservorkommen und Regionen mit hohem Bedarf oder geringem natürlichem Dargebot zu verbessern.
Aufbauend auf der Studie „Wasserzukunft NÖ 2050“ wird derzeit für das gesamte Landesgebiet eine Analyse der Wasserversorgungssituation auf Gemeinde- und KG-Ebene durchgeführt, wobei neben der bestehenden infrastrukturellen Einrichtung in Bezug auf die Wasserversorgung auch die Einwohnerzahl sowie die grundsätzliche Wasserverfügbarkeit vor Ort erhoben wird. Anschließend werden ab Herbst 2026 ausgewählte Gemeinden und Teilregionen im Rahmen von Beratungsgesprächen gezielt über sinnvolle Resilienzsteigerungsmaßnahmen zur Wasserversorgung informiert. Mögliche Maßnahmen sind etwa der Ausbau überregionaler Transportleitungen, die Erschließung zusätzlicher Brunnen und Quellen oder regionale Zusammenschlüsse mit Nachbargemeinden. Die Grundlagen zur regionalen Betrachtung (auf KG-Ebene) werden derzeit ausgearbeitet und im Jahr 2026 fertig gestellt.
Weiterführende Links
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Land Niederösterreich
Abteilung Siedlungswasserwirtschaft (WA4)
Landhausplatz 1, Haus 7a
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Tel: 02742 9005 14421
E-Mail: post.wa4@noel.gv.at