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Jugendbeteiligung – Freiwilliger Regionaler SDG Umsetzungsbericht

Junge Leute wollen gefragt werden – gerade wenn es um die Entscheidungen und Gestaltungsansätze für die Zukunft, für ihre Zukunft geht. Und da sind sie konstruktiv, problembewusst, wissbegierig, selbstbewusst und zeigen ein hohes Maß an echter ungestellter Offenheit, aufrichtigem Gerechtigkeitssinn, ernsthafter Verantwortung und Mitgefühl für Menschen und Natur. So war das erleb- und erfahrbar im Rahmen des Jugendbeteiligungsansatzes für die Erarbeitung des Freiwilligen Regionalen Umsetzungsberichts des Landes an die Vereinten Nationen, im Juni 2026.

HLUW Yspertal, 2.-4. Schulstufe 2026 c @fkvisuals

HLUW Yspertal, 2.-4. Schulstufe

Quelle: @fkvisuals, 2026

Im Rahmen der Stakeholder Beteiligungen zur Erstellung des Lower Austria Voluntary Regional Reviews 2027 hat das Land Niederösterreich einen Jugend Beteiligung Schwerpunkt gesetzt, dessen Ergebnisse nun vorliegen.

Was ist den Jugendlichen wichtig?

Dabei zeichnete sich klar ab, dass die befragten Jugendlichen Nachhaltigkeit nicht als rein ökologische Aufgabe, sondern als interdisziplinäre Herausforderung, die soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Stabilität und ökologische Tragfähigkeit verknüpft betrachten. Auch wenn sie nicht immer gleicher Meinung waren, so gehen sie bemerkenswert tolerant und offen mit der Meinungsvielfalt unter ihnen um.

Ob bei der Energiewende, dem Klimaschutz oder dem sozialen Zusammenhalt, sie wünschen sich, dass die Maßnahmen umfassend wirken, nämlich umwelt- und sozial verträglich und wirtschaftlich tragfähig. Die Tonalität der befragten Jugendlichen war konstruktiv-kritisch, pragmatisch und lagen im Spannungsfeld zwischen ökologischer Notwendigkeit und dem Wunsch nach individueller Freiheit. Sie treten als zukunftsorientierte Akteure und Akteurinnen auf, die systemische, langfristig tragfähige Lösungen für die drängenden ökologischen und gesellschaftlichen Fragen einfordern und dazu auch beitragen wollen.

Verbindende inhaltliche Elemente sind die Sorge vor den Folgen des Klimawandels, der Verlust von Biodiversität, der fortschreitende Bodenverlust, wachsende Ressourcenknappheit. Dem setzen sie Optimismus und ein tiefes Bewusstsein für den Wert lokaler Ökosysteme und den Wunsch nach konkreten, zukunfts-, praxisorientierten und effizienten Lösungen entgegen. Ihre unmittelbaren Ansätze betreffen u.a. modernisierte, praxisorientierte Bildungsangebote für alle, den Ausbau erneuerbarer Energien oder die Etablierung einer echten Kreislaufwirtschaft.

Unsere Jugendlichen nehmen bestehende Ungleichheiten und strukturelle Defizite sensibel wahr und plädieren für einen Wandel, der niemanden zurücklässt.

Methode und Ablauf

Die v.a. textlich erfassten Beiträge wurden unter Verwendung von KI gesammelt, analysiert komprimiert und interpretiert. Diese Vorgangsweise wurde bewusst gewählt, um die Ergebniszusammenfassung technisch zu unterstützen und zu objektivieren. Nacharbeiten umfassten daher nur ein Korrektorat, nicht aber eine inhaltliche Veränderung oder Interpretation der Texte durch andere. Die „Kartentexte“ der Jugendlichen sind im gleichen Wortlaut wiedergegeben.

Auswahl der Schulen
Auf Vorschlag der NÖ Bildungsdirektion wurden eine Schule aus dem ländlichen und eine aus dem städtischen Raum ausgewählt – mit Vorkenntnissen zum Thema UN-Agenda 2030. Je 3 Klassen aus unterschiedlichen Jahrgängen sollten für die Workshops eingeladen werden. Insgesamt konnten dadurch ca. 150 bis 200 Schülerinnen und Schüler erreicht werden. Ursprünglich war vorgesehen, noch eine 3. Schule, eine Berufsschule auszuwählen. Das wurde aber aus Ressourcengründen vertagt.

Die Wahl fiel auf folgende Schulen:

HLUW Yspertal, 2.-4. Schulstufe

BG Wr. Neustadt, 6.-7. Schulstufe

 

Ablauf der Jugend Beteiligung

1. Halbtages Workshops an den Schulen zur Agenda 2030 – zu den Zielen und dem Ablauf der Beteiligung, am 21. und 26.05.2026.
2. Halbtages Workshops im Landhaus St.Pölten, Ostarrichisaal – zu den Inhalten der wissenschaftlichen SDG-Gesamtanalyse für das Land NÖ (IIÖ 2026), am 01. und 02. 06.2026

Detailablauf der Workshops im Landhaus St.Pölten

  • insgesamt 10 Themenbereiche, mit Begleitung durch Expertinnen und Experten des Landes
  • Zuteilung der Jugendlichen nach Schulen und Altersstufe zu jeweils 2 Themenbereichen (ca. 6 Personen/Bereich).
  • 2x 1 Stunde Arbeiten in den Themenbereichen
    1. Gesamtsicht auf das Thema (Flip Chart)
    2. 2er Gruppen – je 3 Karten zu möglichen Handlungsansätzen für eine gute Zukunft (insgesamt ca. 18 Karten/Einheit; 36 Karten/Bereich/Tag)
    3. Konkretisierung zu ausgewählten Karteninhalten durch Gesamtgruppe

Der Gesamtprozess wurde u.a. von einem Filmteam begleitet. In einem separaten Bereich konnten die Jugendlichen Interviews geben, die filmisch aufgezeichnet worden sind und deren Inhalte ebenfalls in die KI-Zusammenfassung eingespielt wurden.

Texte des Ergebnisberichtes und Fotos wurden den Schulen vor Veröffentlichung zur Kenntnis gebracht.

BG Wr. Neustadt, 6.-7. Schulstufe (2026), c © NLK

BG Wr. Neustadt, 6.-7. Schulstufe

Quelle: © NLK, 2026

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Kontakt:

Land Niederösterreich
Abteilung Umwelt- und Energiewirtschaft (RU3)
Landhausplatz 1, Haus 16, 3109 St. Pölten
E-Mail: post.ru3@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-14201

Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ (eNu)
Grenzgasse 10, 3100 St. Pölten
T +43 2742 219 19

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PDF

blicke 2025 – das Magazin zum digitalen Umweltbericht des Landes NÖ (6,5MB)

PDF

Energie in Niederösterreich: Statusbericht 2025 (640kB)

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NÖ Klima- und Energieprogramm 2030: Statusbericht 2025 (3,2MB)

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SDG Indikatorenset auf Bundeslandebene NÖ (PDF-Datei)

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SDG Indikatorenset auf Bundeslandebene NÖ (CSV-Datei)

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