NÖ Bodenbonus: wertvollen Boden zurückgewinnen
Mit dem NÖ Bodenbonus setzt das Land Niederösterreich seit 2022 ein klares Zeichen gegen Bodenversiegelung und für Klimaanpassung in Gemeinden.

Nibelungenplatz Tulln
Quelle: Stadtgemeinde Tulln
Ziel ist es, bereits verbaute Flächen – von Hauptplätzen über Parkplätze bis zu Siedlungsstraßen – schrittweise in einen wasserdurchlässigen, begrünten Zustand zu überführen und so Bodenfunktionen, Mikroklima und Biodiversität zu stärken.
Das Interesse am Bodenbonus ist groß. Mittlerweile hat die eNu, die den NÖ Bodenbonus im Auftrag des Landes koordiniert. gemeinsam mit dem Kommunalen Förderzentrum mehr als 100 Anfragen beantwortet, über Fördermöglichkeiten informiert und die Gemeinden bei der Bewusstseinsbildung für die Notwendigkeit von Entsiegelung unterstützt. 40 Entsiegelungs- und Schwammstadtprojekte wurden bisher zur Förderung eingereicht. Die ersten 27 Projekte werden mit insgesamt 2,8 Millionen Euro von Land und Bund gefördert.
Beispiele für die Förderung mit NÖ Bodenbonus sind die neugestaltete Promenade in der Landeshauptstadt St. Pölten mit neuem Regenwassermanagement, die Neugestaltung der Hauptstraße in Zwentendorf sowie die Entsiegelung des Johannesplatz in Laxenburg. Das Stadtzentrum von Amstetten, das zur grünen Feier-, Verweil- und Erholungszone umgebaut wurde mit 100 Bäumen in einem speziellen Substrat, das ihnen Wasser und Luft verfügbar macht. Der Schlossplatz in Bad Vöslau, der zu einem multifunktionalen Stadtplatz mit Baum- und Grüninseln sowie einem Wasserspiel umgebaut wurde oder der Nibelungenplatz in Tulln, der dank vorheriger Bürgerbeteiligung vom Parkraum für Autos zu einem großen Naherholungsraum mitten in der Stadt wurde.
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