Raumordnung & Mobilität

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Flächeninanspruchnahme bezogen auf den Dauersiedlungsraum in Österreich und Niederösterreich

Im Jahr 2025 beträgt die gesamte Flächeninanspruchnahme 5.681 km². Als „in Anspruch genommen“ gelten Flächen für Siedlungs-, Verkehrs-, Freizeit-, Erholungs-, Ver- sowie Entsorgungszwecke, die durch menschliche Eingriffe so weit verändert und/oder bebaut sind, dass sie für die land- und/oder forstwirtschaftliche Produktion und als natürlicher Lebensraum nicht mehr zur Verfügung stehen.

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Anteil der gesamten in Anspruch genommenen Flächen am Dauersiedlungsraum in %

Quelle: © ÖROK, 2025

Österreich

Nur ein Teil der Gesamtfläche Österreichs steht potenziell für Landwirtschaft, Siedlung und Verkehr zur Verfügung. Das ist der sogenannte Dauersiedlungsraum. In Österreich sind das etwa 39,0 % der Landesfläche (32 707 km²). Im Jahr 2025 sind 17,4 % des Dauersiedlungsraums in Anspruch genommen, von der Gesamtfläche Österreichs sind es 6,8 %.

Mit der Analyse der Flächeninanspruchnahme nach Hauptkategorien zeigt sich, dass Siedlungsflächen innerhalb der Baulandwidmung mit 49,2 % (2.797 km2) den höchsten Anteil haben, gefolgt von Verkehrsflächen mit 30,4 % (1.725 km2) und Siedlungsflächen außerhalb der Baulandwidmung mit 11,9 % (677 km2). Die Anteile von Freizeit- und Erholungsflächen liegen bei 5,6 % (320 km2), die Ver- und Entsorgungsflächen haben 2,7 % (151 km2) Anteil an der gesamten Flächeninanspruchnahme, während Energieflächen für Freiflächen-Photovoltaik und Windkraftanlagen mit 0,2 % (9,3 km²) derzeit einen sehr geringen Anteil haben.

 

Anteile_Flaecheninanspruchnahme_Dauersiedlungsraum 2025

Anteile Flächeninanspruchnahme an gesamter Landesfläche - Flächeninanspruchnahme an Dauersiedlungsraum 2025

Quelle: © ÖROK, 2025

Für das Jahr 2025 beträgt die gesamte Flächeninanspruchnahme 5.681,2 km². Dies ist im Vergleich zum Wert des Jahres 2022 (5.610 km²) ein Anstieg um 71 km² und entspricht 6,5 ha pro Tag. Im Jahr 2025 sind somit 6,8 % der gesamten Landesfläche als in Anspruch genommene Flächen identifiziert. Das entspricht 17,4 % des Dauersiedlungsraums.

Aufgrund der sehr unterschiedlichen landschaftlich-topographischen Strukturen in Österreich schwankt der Anteil des Dauersiedlungsraums an der Gesamtfläche der Bundesländer sehr stark (die Bandbreite reicht von 12 % in den alpinen Bundesländern bis zu 77 % in Wien). Insofern ist er eine wichtige Bezugsgröße für die Raumordnung, wenn es um die Entwicklung der Flächeninanspruchnahme geht. Bezogen auf die Gesamtfläche des Landes ist der Dauersiedlungsraum in Österreich aufgrund des hohen alpinen Flächenanteils sehr begrenzt.

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Karte Dauersiedlungsraum der Gemeinden 2025

Quelle: © ÖROK, 2025

Niederösterreich

Im Jahr 2025 beträgt die gesamte Flächeninanspruchnahme in Niederösterreich 1.645 km².
Als „in Anspruch genommen“ gelten Flächen für Siedlungs-, Verkehrs-, Freizeit-, Erholungs-, Ver- sowie Entsorgungszwecke, die durch menschliche Eingriffe soweit verändert und/oder bebaut sind, dass sie für die land- und/oder forstwirtschaftliche Produktion und als natürlicher Lebensraum nicht mehr zur Verfügung stehen.

Nur ein Teil der Gesamtfläche in Niederösterreich steht potenziell für Landwirtschaft, Siedlung und Verkehr zur Verfügung. Das ist der sogenannte Dauersiedlungsraum. Die Flächeninanspruchnahme von 1.645 km2 entspricht knapp 9 % der Landesfläche und gut 14 % des Dauersiedlungsraums. Die restlichen Flächen sind Wälder, Gewässer und alle anderen „nicht besiedelbaren“ Flächen.

Die knapp 9 % der Landesfläche, die in Anspruch genommen sind, werden für unterschiedliche Nutzungen beansprucht. Mit 46,6 % haben Siedlungsflächen innerhalb der Baulandwidmung den höchsten Anteil an der Flächeninanspruchnahme, gefolgt von Verkehrsflächen mit 33,9 %. Beim Anteil der Siedlungsflächen liegt Niederösterreich dabei unter, bei den Verkehrsflächen über dem Österreich Durchschnitt des Jahres 2025 (Siedlungsfläche innerhalb: 49,2 %; Verkehrsfläche: 30,4 %).

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Flächeninanspruchnahme 2025 in Niederösterreich

Quelle: © ÖROK, 2025

Siedlungsflächen außerhalb der Baulandwidmung umfassen 10,7 %. Freizeit- und Erholungsflächen beanspruchen 5,4 %, Abbau-, Ver- und Entsorgungsflächen nehmen 3,2 % ein. Der Anteil von Freiflächen- Photovoltaik und Windkraftanlagen liegt bei 0,2 %. Wie in allen anderen Bundesländern dominieren siedlungsbezogene Nutzungen, insbesondere Siedlungsflächen innerhalb der Baulandwidmung. Verkehrsflächen beanspruchen die zweitmeiste Fläche. Flächen, die für Freizeit, Ver- und Entsorgung oder Energie in Anspruch genommen werden, spielen bei der Flächeninanspruchnahme in Niederösterreich eine untergeordnete Rolle. Betrachtet man die Detailkategorien der Flächeninanspruchnahme, entfällt der größte Einzelanteil auf Wohn- und gemischte Nutzungen (36,4 %) in der Hauptkategorie „Siedlungsfläche innerhalb der Baulandwidmung“. Der Anteil der Flächeninanspruchnahme liegt in Niederösterreich hier unter dem Österreich Durchschnitt von 38,8 %.

Der Anteil von Gemeinde- und sonstigen Straßen an der gesamten Flächeninanspruchnahme liegt mit 19,3 % in Niederösterreich über dem bundesweiten Durchschnitt (18,3 %). Die übergeordnete Verkehrsinfrastruktur spielt diesbezüglich eine eher untergeordnete Rolle bei der Flächeninanspruchnahme für Verkehrsflächen.

Kontakt:

Österreichische Raumordnungskonferenz

Austrian Conference on Spatial Planning

Fleischmarkt 1, 2. Stock

1010 Wien

Telefon/Fax

Telefon: +43 (1) 535 34 44

Fax: +43 (1) 535 34 44 – 54

E-Mail

oerok@oerok.gv.at

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blicke 2025 – das Magazin zum digitalen Umweltbericht des Landes NÖ (6,5MB)

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Energie in Niederösterreich: Statusbericht 2025 (640kB)

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NÖ Klima- und Energieprogramm 2030: Statusbericht 2025 (3,2MB)

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SDG Indikatorenset auf Bundeslandebene NÖ (PDF-Datei)

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